Freitag, 30. Mai 2025

Dance with the Fae Prince - Elise Kova (Rezension)

 Das Ganze ist ein Arrangement, mehr nicht.

 Ihr seid eine Abmachung, die ich einhalten muss. 


Allgemeines:

- 2. Teil (aber unabhängig lesbar)
- Taschenbuch, eBook
- 17,00 Euro, 12,99 Euro
- Verlag: Carlsen
- Originalausgabe:A Dance with the Fae Prince
- Erscheinungsdatum DE: 02.05.2025
- Seiten: 528


Worum geht es?

An Liebe glaubt Katria nicht, dafür hat ihre Familie gesorgt. Und so erwartet sie wenig Gutes, als ihre Stiefmutter sie an den geheimnisvollen Lord Fenwood verschachert. Doch schon bald verspürt Katria eine starke Anziehung, obwohl ihr neues Leben an Fenwoods Seite voll seltsamer Regeln ist. Als sie ungewollt ein magisches Ritual beobachtet, wird Katria in die Fae-Welt entführt. Denn wie sich zeigt, ist ihr Ehemann ein Fae-Prinz – und der rechtmäßige Erbe des Thrones, auf dem ein grausamer König sitzt. Katria hat die Macht, die Fae und ihren Prinzen zu retten ... Aber zu welchem Preis?




Meine Meinung:

Ein Tanz mit dem Feenprinzen - wer könnte da nicht nein sagen? Der Feenprinz - Davien in diesem Fall - müsste mich nur anblinzeln und ich wäre ihm sofort verfallen. Denn auch wenn er sein Königreich verloren hat, seine Magie nicht richtig funktioniert und auch seine Flügel seine Abwesenheit von seiner Heimat deutlich zeigen - kämpft er immer weiter. Er hat eine Mission und diese gerät ganz schön ins Schlingern, als Katria dazwischen kommt, ein geheimes Ritual stört und er nicht weiß, ob er Katria weiterhin toll finden soll oder ob er sie hassen soll. Katria fühlt sich ebenfalls schlecht: Ihr wird vorgehalten, sie habe Davien die Magie, die ihm durch dieses Ritual gegeben werden sollte, bestohlen. Und dabei wollte sie nur nach Hause und irgendwie gemocht werden. Dass das schon das erste Drittel des Buches ist, hat mich erstaunt, rückblickend war es aber auch genau das, warum ich das Buch gerade zu Beginn als noch gut empfunden habe. Der Anfang war nämlich irgendwie nichts neues. Katria wächst in ihrer späten Jugend als das ungeliebteste Kind auf, mit Stiefmutter und 1,5 bösen Stiefschwestern, die ihr das Leben zur Hölle machen: Sie darf nichts, sie kann nichts, die ganze Familie wäre besser ohne sie. Autsch. Katria geht damit aber gefasst um. Sie wird zu allem auch noch zwangsverheiratet mit einem Lord, den sie nicht kennt. Aber sie kommt von dieser blöden Familie weg. Sie heiratet Lord Fenwood (=Davien) und auch wenn ihr wieder viele Regeln in ihrem neuen Zuhause gegeben werden, kann sie ein bisschen das Gefühl von Heimat entwickeln. Leider hatte genau dieses erste Drittel bis zum beschriebenen Ritual nicht nur sehr Cinderella-Vibes, sondern auch Das Reich der Sieben Höfe Atmosphäre. Da es aber wirklich flüssig und gut zu lesen war und mir Katria gut als Protagonistin gefiel, habe ich weitergelesen. Und yeah! Spätestens nach dem Ritual bekam das Buch diesen eigenen Touch - mit neuen Ideen, mit neuen Charakteren, mit einer schönen Atmosphäre, mit einem eigenen Vibe. Ab da wurde es auch relativ kurz sehr spannend. Dieses Feenhafte verschmolzen mit einem Setting, das die Celina in mir geweckt hat, die damals aufgrund dieser Gefühle zum Lesen gefunden hat - das war pure Atmosphäre. Leider war es das aber auch schon irgendwie. Klar, die Flüssigkeit und der angenehme Schreibstil blieben stabil bis zum Ende (wie ich es auch von Elise Kova gewöhnt war) - andererseits hätte das Buch ein bisschen Pepp benötigt. Ich meine nicht Spice (da war ich mal ganz froh, nicht schon wieder ein Spice-zentriertes Buch gelesen zu haben), sondern die Handlung. Ab der Hälfte war ein Großteil der Handlung erwartbar. Und selbst am Ende, wo ein Twist richtig gepasst hätte (z. B. dass sich Davien eigentlich als böse entpuppt und Katria nur benutzt, um selbst an den Thron zu kommen), hätte ich ab der Hälfte sagen können, wie das Buch ausgeht. Am Ende bei der großen Auflösung war ich zeitweise auch echt genervt von Katrias Naivität, die sich bis dahin sogar noch in Grenzen hielt. Nichtsdestotrotz hat die Auflösung gepasst und fügte sich harmonisch mit den zusammenlaufenden Handlungssträngen zu einem guten Ende. Davien als Charakter war okay, auch wenn zeitweise doch recht arrogant. Dafür machten das die anderen Charaktere wieder wett - ob Hol, Ref, oder Shae. 

Insgesamt mochte ich die Geschichte und auch das feenhafte Setting hat mir sehr gut zugesagt. (Ich bleibe im Herzen wohl doch einfach eine Fee). Bis auf die erwartbare Handlung und zeitweise Naivität unserer Protagonisten also ein allen in allem solide gelungenes Buch. 


Wer will, kann auch auf Instagram gucken, da ich habe ich einen Lesevlog hochgeladen :) https://www.instagram.com/reel/DKRU1OuogI6/?igsh=MWZ3bHB1cWEzZnJueA==


Donnerstag, 27. März 2025

A Discovery of Witches von Deborah Harkness

 Eine Liebe, größer als das Leben selbst.











A Discovery of Witches, oder zu Deutsch: ein Hexenfund. Oder ein Bücherfund. Mit Discovery of Witches wagte sich Penhaligon an eine Neuauflage, die die ältere Version „Die Seelen der Nacht“ ablöst. Inhaltlich kann ich zu beiden Versionen nichts vergleichen, aber zu den Covern! Die Neuauflage hat ein so schönes Cover, mystisch und geheimnisvoll, mit atemberaubenden Farbschnitt und dem Gefühl, einen wahren Schmöker in den Händen zu halten. Und das hatte man auch. Ein 830-Seiten-Buch, die Folgeteile versprechen eine ähnliche Länge. Plotttechnisch passiert ambivalentes: auf der einen Seite ist sie super super slow burn. Man lernt X Charaktere kennen, wird mit Details gefüttert, vor allem zu Weinen, und dadurch, dass die Kapitel auch noch sehr lang sind, ist es wirklich stellenweise extrem zäh gewesen, dass ich sogar mitten in einem Kapitel eine Pause gemacht und das Buch weggelegt habe. Hier hätte das Lektorat bestimmt gut und gerne 200 Seiten kürzen dürfen. Trotzdem bleibt man dabei - irgendwie - weil sich auf der anderen Seite die Handlungsfäden im Hintergrund spinnen und so für ein spannendes und fesselndes Grundgerüst sorgen. Ich bin sehr gespannt, wohin sich die vielen Plottfäden entwickeln: was wird aus dem Ashmole 782 Manuskript? Was aus der verbotenen Liebesbeziehung zwischen Diana und Matthew, der darüber hinaus auch noch uralt ist und mit Sicherheit noch sehr viele Geschichten auf Lager hat? Dann ist da noch Dianas „Mutation“, ihre DNS, und der mysteriöse Tod ihrer Eltern und die Mordfälle an den Vampiren,…. Dadurch, dass ich gefühlt alle noch auf einem Schirm habe, spricht es auf jeden Fall dafür, dass Harkness sie gut eingebettet hat, auch wenn es definitiv zu viele waren. Zum Ende kommt auch noch die Zeitwanderung dazu - aber das war wirklich wirklich spannend, weil sich dadurch das Buch endlich von dem Eindruck abhebt, es hier mit einer Mischung aus Shadowhunters und Twilight zutun zu haben. (Wohl angemerkt, dass die beiden nach Discovery of Witches veröffentlicht wurden?) 

Ein großes Manko hat das Buch jedoch. Und das ist Matthew. Ich kann ihn nicht leiden. Während Diana sympathisch ist, stellenweise nervig naiv und mundtot, ist es Matthew, der so eine negative Konstante im Buch ist. Er ist ein Gentlemen, keine Frage, auch wenn er manchmal sehr übertrieben agiert, aber - er bevormundet Diana 24/7. Ständig sagt er ihr, was sie zu tun und zu lassen hat, was für sie am besten wäre; er trifft alle Entscheidungen, und auch wenn sie richtig erscheinen, stellt das Diana in ein sehr kindliches und unreifes Licht. Mal sehen, ob es im zweiten Teil besser wird. :)

Darüber hinaus gibt es aber noch so Kleinigkeiten, die mir sehr gut gefallen haben: Matthews Vergangenheit, von seiner Wandlung hin zu seinen Söhnen und Töchtern. Ich habe das Gefühl, alles vor seiner Zeit mit Diana ist ein einziger Nebelschleier, der sich langsam lichtet. 1500 Jahre alt zu sein - da erlebt man natürlich viel, was es aber auch ungeheuer spannend macht. Dazu kommt dann noch die Sache mit den Lazarus-Rittern und holy moly - hatte ich Gänsehaut! That’s what I like. 

Das Magische allgemein im Buch ist so kreativ und fesselnd angelegt, dass es dem Leser oder der Leserin nach mehr verlangt. Witz ist auch nicht fern - ich bin großer Fan vom Haus der Bishops. Dass Harkness das Haus so personifiziert, ist für mich nicht nur innovativ sondern auch urkomisch und heitert so manche andere zähen Stellen wieder auf. 

Ich werde auf jeden Fall weiterlesen!


Die drei !!! - Marathon

  Rezension die drei !!!-Marathon  Die Ritterin von Rabenfels Wieder ein Zeitreisekrimi und wieder eine Menge Power am Start - mit der Ritte...