Mittwoch, 4. November 2026

The Sixth Fraction - Veronica Roth (Rezension)





Hach, es ist 2013 und ich bekomme zum Geburtstag ein neues Buch, „Die Bestimmung“, eben erst erschienen, und ich halte meinen ersten dystopischen Roman in den Händen. Ich fliege durch die Seiten, lese die letzte Seite und denke mir so: Wow! Dann google ich, wann der zweite Teil erscheint, sehe, dass die Reihe bald verfilmt wird und inhaliere in den Monaten und Jahren darauf die Bücher und die Filme. Eine Reihe, die mich durch meine Teenager-Zeit begleitet hat. Und dann ist es 2026, zehn Jahre, nachdem ich den letzten Teil gelesen habe, und sehe, dass es ein neues Buch von Veronica Roth in der Divergent-Welt gibt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nach Rat der Neun ziemlich enttäuscht war und auch die zahlreichen Sonderbände von „Der Bestimmung“ danach auch nicht mehr gelesen habe, denn wider meinen Erwarten waren die Bücher nicht gut und ich hatte Angst, dass ich mir die wunderbaren Erinnerungen kaputt mache, die ich an die Reihe habe. Na gut - back to now - ich dachte, ich gebe Roths neuem Buch eine neue Chance, denn tatsächlich hat mich der Teaser sehr gecatched, dass es sich um eine Art Experiment handelt, eine Alternativwelt zu erproben. 

Der Anfang war schleppend und ziemlich nah am ersten Teil dran. Das hat sich die ganze Zeit wie ein Déjà-vu gelesen… Erst war ich deshalb ein bisschen enttäuscht, weil ich mir dachte - okay? Das hat man doch schon in x Fanfictions gelesen. Es brauchte seine Zeit, bis das Buch seine „Eigenheit“ entfaltete und etwas Neues begann. Von der Chronologie her hält sich der alternative Verlauf eng an die Geschehnisse des „originalen“ Bandes, hatte aber - was ich jetzt positiv erwähnen möchte - so eine Art Rätselraten, dass man nach Elementen gesucht hat, die sich vom Original unterschieden, um sich dann doch stimmig in den Handlungsverlauf einzufügen. Angemerkt seien hier z.B. Christina, Tris in Fours Simulation, Catch the Flag, und das generelle Ende. Fand ich dann doch relativ interessant und hat dann auch irgendwie Lust gemacht, weiterzulesen. 

Insgesamt wird das Buch aber nicht über drei von fünf Sternen hinauskommen. Das lag zum einen an der fehlenden Individualität (wirklich, es liest sich wie eine Fanfiction) und zum anderen haben mich drei Aspekte nicht überzeugt: Die Beziehung zwischen Four und Tris war leider sehr sehr schnell und unglaubwürdig, da ist bei mir absolut kein Funke übergesprungen. Zweitens gab es unter den Fraktionslosen die Regel „keine Fraktionen“ aber dann doch Gilden zu machen, die halt auch Fraktionen sind, wenn auch diverser und kleiner, hat dann doch nicht so ganz geklappt? Drittens bleiben mehrere offene Fragen, die ich gerne geklärt hätte, auch wenn ich glaube, dass sie in einem zweiten Teil ihre Beantwortung finden. Wer genau steckt jetzt hinter „Tod den Fraktionen“? und was bedeutete das mit den Füchsen am Ende??? 
Insgesamt hat sich das Buch  - wie oben schon erwähnt - wie ein Déjà-vu gelesen, mit einzelnen interessanten Aspekten, dem aber am Ende dann doch die Individualität fehlte. 

The Sixth Fraction - Veronica Roth (Rezension)

Hach, es ist 2013 und ich bekomme zum Geburtstag ein neues Buch, „Die Bestimmung“, eben erst erschienen, und ich halte meinen ersten dyst...