Donnerstag, 20. Februar 2025

Like Feathers We Fly - Ayla Dade (Rezension)

 Für ihn war sie immer nur die kleine Schwester seines Freundes. Doch sie ist wild entschlossen, das zu ändern.




Ayla Dade - eine Autorin, bei der ich mir nach dem ersten Buch, das ich jemals von ihr gelesen habe, direkt immer alle Bücher von ihr hole, ohne zu wissen, worum es geht :) Auch wenn meine Erwartungen an jeden neuen Teil dementsprechend hoch sind, wurde ich bisher nie enttäuscht. Auch jetzt nicht. Im fünften Teil begegnet uns Camila, die kleine Schwester von Wyatt, die einen Crush auf dessen besten Freund, Paxton, hat. Das Problem: Alle drei Beteiligten, Camila, Wyatt und Paxton, wissen, dass diese Kombination #camilton oder #paxilia streng verboten ist. Und doch führen bestimmte Ereignisse dazu, dass sich beide nicht aus dem Weg gehen können. Zum einen gibt es dieses Ereignis in der Küche auf einer Party, was dazu führt, dass Wyatt und Paxton sich prügeln und Paxton als "Strafe" mit auf die Schnee-Freizeit "Tage im Schnee" mitfahren muss. Dummerweise, oder glücklicherweise, ist dort auch Camila. Zwischen einem oberflächlichen "wir können einander nicht ab" liegt tiefgründig "wir können einander nicht begegnen, ohne uns anzufassen". Wo erst nur oberflächlicher Sex ist, wird später tiefgründiger. Ayla Date "beherrscht" ihr Gebiet, denn Camila sagt ganz eindeutig, dass ein Kuss etwas bedeutungsvolles ist und sie damit nicht verschwenderisch umgeht, was sehr schön ist, denn das verdeutlicht die Entwicklung im Laufe des Buches und wie sich beide authentisch immer näherkommen und sich irgendwann doch eingestehen müssen, dass sie Gefühle für einander haben. 

Dass beide aber auch ihre Geheimnisse haben und es auf einer anderen Ebene deswegen spannend ist, zeigt, wie gut durchdacht beide Protagonisten und die Handlung insgesamt ist. Auch die Art und Weise, wie beide damit umgehen und wie die Geheimnisse schließlich gelüftet werden, war nicht nur fesselnd und spannend, sondern auch aus Rezipierendensicht sehr "lehrreich". 

Ayla Dade hat einen so krassen Schreibstil, sie ist absolut Herrin über die Worte, mit so vielen Neuschöpfungen und bildlichen Vergleichen, das ist genial. Die Schlagabtausche waren so intensiv, so echt, und diese kleinen "Handlungselemente", z. B. die Papageientasse oder das "Alimac" (Camila rückwärts), waren so witzig, wirklich zum "Kopf-nach-hinten-werf-auflachen-und-alle-Mitmenschen-starren-einen-an".

Eine Sache, die mir aufgefallen ist, auch wenn sie mir erst mal nicht gestört hat, war, dass es fast auf jeder Seite um Sex ging oder die Charaktere Sex hatten. Alle Szenen waren richtig gut geschrieben, keine Frage bei diesem Schreibstil, und doch... war es mir manchmal ein bisschen too much.  

Insgesamt wurde ich als Leserin sehr sehr gut unterhalten, meine Erwartungen erfüllt (wenn nicht sogar wieder übertroffen) und bin mega gespannt auf weiteres aus Alya Dades Feder.

Montag, 17. Februar 2025

This could be home - von Lilly Lucas (Rezension)

 Mein Kopf war leise. Aber mein Herz laut.





Allgemeines

- 2. Teil (aber unabhängig lesbar)
- Taschenbuch, eBook
- 16,00 Euro, 9,99 Euro
- Verlag: Droemer Knaur
- Originalausgabe
- Erscheinungsdatum: 14.01.2025
- Seiten: 354

Hier geht's zur Rezension des 1. Teils

Worum geht es?

Seit Laurie Greenfield von dem gefeierten Big Wave Surfer Griffin »Chip« Chipman vor dem Ertrinken gerettet wurde, steht für sie fest, dass sie Rettungsschwimmerin werden möchte. Dafür ausbilden soll sie Chips Bruder Tristan, der Lifeguard ist, allerdings kein Geheimnis daraus macht, dass er Laurie für völlig ungeeignet hält, den harten Bedingungen am rauen North Shore standzuhalten.
Doch während er Laurie trainiert, merkt er, dass viel mehr in ihr steckt, als er dachte. Und dass sie ein ziemlich bezauberndes Lächeln hat. Auch Laurie muss ihre Meinung von Tristan überdenken, als ihr bewusst wird, dass er nicht nur zu ihr hart ist, sondern auch zu sich selbst. Vor allem fragt sie sich, was der Grund dafür ist …



Meine Meinung

Eine locker flockige Geschichte, nicht unbedingt anspruchsvoll, dafür herzerwärmend. Laurie ist von Anfang an mega sympathisch, klar, dass das oppositionell zu Tristan steht. Vor allem zu Beginn war es aber genau das, das die Story sehr packend gestaltet hat: Ihre Schlagabtausche, dass beide keinen Hehl daraus gemacht haben, wie sie einander nicht mögen, und ich wirklich erst dachte, dass das doch nie was zwischen den beiden wird. Aber es wurde! Authentisch, langsam, aber schön. Und alles umrandet von wunderbaren Hawaii-Sommer-Vibes zum Dahin- und Wegträumen. Laurie und Tristan sind als Protagonisten super ausgearbeitet und vor allem Tristan als hat mir mega gut gefallen, weil er mal "anders" war. Er steht zu seinen Prinzipien, und hat so kleine Charakterdetails, die verdeutlichen, wie viel Liebe und Muße Lilly Lucas in ihre Charaktere steckt.

Auch das Thema "Lifeguard" und Rettungsschwimmer generell fand ich interessant. Als eher wenig begeisterte Schwimmerin hatte ich deshalb mit dem Motto kaum Berührungspunkte. Umso schöner, weil das wieder einmal verdeutlicht, wie viel Literatur bewirken kann: Rezipierende erfahren und erleben ohne selbst inkludiert zu sein.

Insgesamt also eher weniger Drama, dafür eine volle Ladung Humor und Hawaii-Wärme. (Vor allem aktuell im Winter absolut genial!)

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