Samstag, 10. Februar 2018

Rezension zu Berühre mich. nicht von Laura Kneidl

Sie dachte, dass sie niemals lieben könnte. Doch dann traf sie ihn ...





1. Teil einer Dilogie
Taschenbuch, eBook
12,90 Euro, 9,99 Euro
Verlag: LYX
Originalausgabe
deutsch: 26. Oktober 2017
Seiten: 464 Seiten

Worum geht´s?

Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts - kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt das ihr Herz gefährlich schneller schlagen ...


Cover / Umschlaggestaltung:


Das Cover ist einfach nur wunderschön! Ich bin ja sowieso ein Rosen-Fanatiker und mit den weißen Linien wirkt das Cover super symmetrisch und gleichzeitig schlicht. Wenn der Inhalt nicht schon sehr interessant ist, dann ist es auf jeden Fall das Cover! Es wirkt alles sehr harmonisch, gekonnt in Szene gesetzt und macht auf jeden Fall neugierig.

Storyline / Handlungsverlauf:
Die Story ist wirklich sehr gut aufgebaut. Man lernt die Protagonistin Sage sehr gut kennen, erfährt ihre Schwächen und Stärken, jedoch wird nur so viel erzählt, dass es noch spannend bleibt und man sehr viel Lust hat, ihre Vergangenheit weiter auf zu decken.

Am Anfang der Geschichte kommt Sage aus Maine "geflohen" und möchte ihr altes Leben und die dortigen Familienmitglieder endgültig und am liebsten für immer hinter sich lassen. In Nevada angekommen ist es für Sage doch nicht viel leichter geworden, doch zum Glück hilft ihr ihre neu gewonnene Freundin April mit ihren Geldproblemen. Bald lernt Sage auch ihren Bruder Luca kennen, doch was die Geschwister nicht wissen, Sage hat eine wahnsinnige Angst vor Männern.

Durch das Eintreten in das Geschehen von Luca wird dem Leser zum allerersten Mal Sages unausweichliche Lage und ihre psychische Störung bewusst: das sorgt für mächtig Spannung und Konfrontation!

Doch April und Luca wissen von Sages Problemen nicht, und Sage gewöhnt sich erst nach und nach an die männliche Existenz in Aprils Wohnung. Luca öffnet die Tür in ihrer psychischen Mauer, doch Sage verschweigt ihm weiterhin von Alan, dem Mann, der ihr ein normales Leben unmöglich gemacht hat.

Die Storyline ist wirklich sehr gut gemacht, durchgehend fesselnd und spannend!

Charaktere:

Sage, unsere Protagonistin ist wirklich sehr einmalig. Trotz ihrer oben schon erläuterten Probleme ist sie mutig tapfer und geht mit einer großen Portion Optimismus durchs Leben. Ihre Panikattacken wirken keinesfalls erzwungen und dramatisiert. Vielmehr ist die junge Studentin eine Frau, die lachen kann, die Gefühle zu lässt und sehr gut zu verstehen ist.

April, Sages neue beste Freundin, ist die typische Nebendarstellerin. Sie trägt einen wichtigen Teil der Story bei, auch wenn sie zu Beginn fast nur eine Base für weitere Grundlagen ist. April ist immer gut gelaunt und auch wenn Sage nicht intime Sachen mit ihr teilt, hilft sie Sage und ist ein super Charakter.

Luca, Aprils Bruder und Sages Liebe. Der junge Mann ist sehr wichtig und grundlegend für die Geschichte. Ich finde, er ist wirklich sehr gut gemacht. Er zeigt Vertrauen und ist sehr verständnisvoll mit Sages Situation(en). Mit ihm kann Sage lachen, aber auch ihre Gefühle darlegen und sich öffnen. Luca kommt sehr sympathisch rüber (nicht zuletzt, weil er auch Bücher liest), sondern auch weil er locker, nett und normal ist.

Sprache:
Die Sprache des YA-Romans ist wirklich leicht zu verstehen. Es gibt keine schwierigen Begriffe oder Satzkonstellationen, sodass man schnell und flüssig lesen kann.

Schreibstil:

Laura Kneidl hat einen wirklich angenehmen Schreibstil. Ihren Worten kann man sehr gut folgen, sie wirken gewählt und untermauern die Situationen immer sehr gut. Ihre Sätze sind leicht verständlich und der Schreibstil allgemein ist sehr flüssig und zeugt von Talent.

Fazit:

Ein sehr gelungener YA-Roman, der bevor man gucken kann, leider schon zu Ende ist! Selbst etwas für Leser, die mehr in Richtung Fantasy gehen ist dieser Roman super geeignet!

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